Bankgeheimnis gefallen

Einige Jahre ist das nun her, doch viele Bürger in Deutschland wissen es noch immer nicht. Still und heimlich, somit auch ohne Protest, wurde das Bankgeheimnis abgeschafft. Das ehemalige Vertrauensverhältnis, das zwischen der Bank und dem Kunden herrschte, ist nicht mehr gesetzlich verankert.

  • Finanzbehörden haben Zugriff auf Kontodaten
  • Auch ohne Beschluss
  • Auch ohne den Kunden informieren zu müssen
  • Abfrage von privaten Bankdaten an der Tagesordnung
  • Ohne Erlaubnis dürften Daten genutzt werden

Die Abschaffung des Bankgeheimnisses war ein Coup seinesgleichen. Nur wenig wurde darüber in den Medien berichtet. Viele Zeitungen und Fernsehsender haben sich kaum damit beschäftigt. Bewusst. So blieb der Protest der Öffentlichkeit aus.

Das Bankgeheimnis in Deutschland und in der EU gibt es schon lange nicht mehr ... es ist im Stillen gefallen

Zu jener Zeit setzte man ganz bewusst mit großen Berichten auf die Empörung der Menschen in Deutschland. Überall hieß es, dass große Konzerne in Steueroasen mit Briefkastenfirmen Steuern sparen würden. Im Sinne einer neuen Gesetzgebung, die das eindämmen sollte, wurde darin auch die Abschaffung des Bankgeheimnisses versteckt. Ganz geschickt. Bis heute gibt es dazu kaum kritische Berichte.

Was wurde abgeschafft?

Maßgabe war der Paragraph 30 der Abgabenordnung. Dieser regelte unter anderem den Schutz der Bankkunden vor ungewollten Zugriffen. Doch im Rahmen des neuen Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz, das der Öffentlichkeit als Kampf gegen Briefkastenfirmen verkauft wurde, hatte man diesen Paragraphen einfach gelöscht. Warum es dazu in den Medien keine kritischen Berichte gab, ist unklar und gleichzeitig erschreckend. Zeigt es doch, dass die Medienhäuser ganz bewusst nicht darüber berichtet haben!

Seit der Abschaffung sind ständige Kontrollen an der Tagesordnung. Die Anzahl der Abfragen ist um 83 Prozent angestiegen. In der Politik wurde die Abschaffung ebenfalls kaum diskutiert. Die Gefahr, dass der Bürger protestieren würde, war einfach zu groß.

Im Endeffekt dürfen die Steuerbehörden nun nach eigenem Ermessen uneingeschränkt die Kundendaten durchsehen.

Das dürfen die Behörden

Das Bankgeheimnis hatte es auf fast 400 Jahre geschafft. Doch nun muss keine Rücksicht mehr genommen werden. Der Steuerpflichtige muss dabei nicht einmal mehr angefragt werden. Er darf einfach übergaben werden. Gleichzeitig können die Bankkonten ohne weiteren Aufwand überwacht werden.

Bankgeheimnis in ganz EU weg

Seit 2015 gibt es bereits den grenzüberschreitenden Austausch in der EU. Die Kontodaten werden unter den Staaten werden mitgeteilt.

Noch schlimmer dürfte es werden, wenn das Bargeld irgendwann abgeschafft werden sollte. Viele Regierungen sprechen sich dafür aus. Die ersten Weichen wurden vor langer Zeit gestellt. In einigen EU-Staaten ist es beispielshaft verboten, ab einem gewissen Betrag bar zu bezahlen. Es gibt eine Obergrenze für Barzahlungen.

Obergrenze Barzahlung

In über 12 EU-Staaten gibt es bereits die Obergrenze. So gibt es sie zum Beispiel in Frankreich, Polen und Spanien. Die Obergrenze dort ist noch großzügig, mit bis zu 15.000 Euro gehlaten. Seit 2014 dürfen in Belgien keine Immobilien mehr in bar bezahlt werden.

In Portugal besteht die Obergrenze bei 1.000 Euro! In Griechenland bei 1.500 Euro und in Rumänien bei etwa 2.260 Euro. Selbst in Italien gibt es sie. Dort liegt sie bei etwa 3.000 Euro. Das Bargeld wird wegfallen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

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