Timberland – Kunden für Dumm verkauft?

Plötzlich gibt der Timberland Macher werbewirksam an, kein Leder mehr aus Brasilien kaufen zu wollen. Ein gewagter Schritt, der darauf setzt, dass die Kunden leichtgläubig sind. Auf einmal erkennt Timberland die Gunst der Stunde, das eigene Image zu verbessern. Doch fallen die Kunden darauf rein?

Will sich Timberland ein besseres Image zulegen oder haben die Verantwortlichen einfach nur Jahre geschlafen?
So äußerte die VF Corp., die Macher von Timberland, das sie zunächst kein Leder mehr aus Brasilien erwerben wollen. Grund sei die Vernichtung des Regenwalds. Kundenverarsche, würde nun einer mit ganz profanen Wörtern sagen. Und so falsch ist das auch gar nicht. Die Macher wollen sich ein gutes Image auf Kosten des Regenwalds erkaufen. Billiger geht es kaum noch.

Vertrauen in Timberland?

Eine billige PR-Aktion oder wirklich ernst gemeint? Dazu kann sich jeder Kunde selbst seine Gedanken bilden. Fakt ist jedoch, das Timberland erst jetzt damit in die Öffentlichkeit geht. Um den Regenwald steht es seit Jahren schlecht, folgt man den offiziellen Zahlen und Statistiken.

Dieses Jahr ist es erneut verehrend. Aber in einigen Vorjahren war es genauso schlimm (z.B. 2016). Dennoch kommt Timberland erst jetzt auf den Gedanken, kein Leder mehr in Brasilien zu erwerben.

Der Schluss liegt nahe, dass es sich dabei schlichtweg um billiges Marketing handelt und der Abnehmer für dumm verkauft wird.

VR Corp schon lange auf dem Markt

Nachhaltigkeit, Umweltschutz ist ein Trendthema. Das weiß auch die VR-Corp., die bereits seit 1899 auf dem Markt ist und jeden Trend geschickt vermarktet. Über 24 bekannte Marken sind in der Holding versammelt. Von Wrangler, Timberland, Vans, Lee und andere. Doch die Entscheidung in Brasilien kein Leder mehr zu erwerben, kommt viele Jahre zu spät …

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